Johanniskraut

Die Natur ist schon wirklich einmalig! Immer wieder muss ich feststellen, dass die Natur tatsächlich für alles ein Kraut hat.

Viele von Euch kennen bestimmt Johanniskraut. Aber wisst ihr auch wie es aussieht und wie man es sicher unter all den gelben Blüten erkennen kann?

Zuerst, was kann das Johanniskraut alles. Bekannt ist wohl schon seit der Antike, dass es für Depressionen eingesetzt wird. Schon allein ihre leuchtend gelben Blüten sorgen für eine Stimmungsaufhellung. Es wird bei Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und nervöser Unruhe gerne eingesetzt. Umfangreiche wissenschaftliche Studien beweisen die Wirksamkeit von Johanniskraut.

Aber Johanniskraut wurde und wird auch als Heilmittel zur Behandlung von Wunden eingesetzt. Auch bei Ischias-, Harnwegs- und Menstruationsbeschwerden kann es sehr hilfreich sein. Selbst bei gastrointestinalen Beschwerden, Gicht und rheumatischen Schmerzen oder selbst bei Leberschwäche wird es empfohlen. Es gilt sogar als ein Hauptmittel für Verletzungen der Nerven und des Rückenmarks mit entzündlichem Charakter. Es eignet sich zudem bei traumatischen Zuständen, Quetschungen und Stichwunden aller Art, aber auch bei Folgen von Nervenverletzungen und Nervenschmerzen nach Operationen. Es kommt bei Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Verdauungsbeschwerden, Verbrennungen bis hin von Benommenheitsgefühl zum Einsatz und kann auch die Folgen von Gerhirnerschütterungen wie Kopfschmerzen, erschwertes Denken, sowie Depressionen lindern.

Ihr könnt also schon ganz klar erkennen, Johanniskraut ist sehr vielseitig. Es kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden. Es wird empfohlen bei Anwendung von Johanniskraut sich nicht in direkte Sonnenbestrahlung zu begeben, gerade bei empfindlichen Hauttypen.

So, nun zum Aussehen von Johanniskraut. Wie schon erwähnt, kann man es an seinen leuchtend gelben Blüten erkennen. Wenn man sich aber nicht sicher ist, ob es sich nun tatsächlich um Johanniskraut handelt, gibt es noch zwei sichere Methoden um dies fest zu stellen.

Nimmt man ein Blatt des Johanniskrauts und hält es gegen das Licht, kann man ganz deutlich dunkle Punkte im Blatt erkennen. Dies sind die sogenannten Ölblasen. Sollte man dann immer noch unsicher sein, legt das Blatt zwischen die Finger und zerreibt es kräftig. Wenn sich dann Eure Finger rot färben, könnt ihr sicher sein es ist Johanniskraut.

Wie kann man nun ein Johanniskraut Öl selbst herstellen.

Es ist ganz einfach. Sammelt ein Glas Johanniskraut. Wenn ihr mögt, zerkleinert es und legt es in ein helles Glas. Ich selbst teile es nur in der Mitte und lege es mit samt Stiel in ein helles Glas, dass ich zuschrauben kann. Dann füllt es mit Öl auf. Geeignete Öle sind vor allem neutrale Öle wie Sonnenblumenöl, Mandelöl oder Nussöl. ( Ich selbst teste derzeit Rapsöl) Dann stellt das Glas einfach für ca. 6 Wochen in die Sonne. Zwischendurch immer mal durchschütteln. Das Öl färbt sich langsam rot. Ich habe festgestellt, je dunkler das Öl wird umso intensiver ist die Wirkung.

Wenn es dann so richtig schön rot ist – deshalb wird es auch Rotöl genannt – könnt ihr es durch einen Kaffee- oder Teefilter in ein dunkles Glas mit einem Verschluss sieben. Das Öl ist nun solange haltbar, wie das Haltbarkeitsdatum des Öls, das ihr verwendet, vorsieht. Fertig ist eure selbstgemachtes Johanniskraut Öl.

Ach ja, das Johanniskraut kann von Ende Juni bis Ende September gesammelt werden. In dieser Zeit hat es die meisten Ölanteile in ihren Blättern und Blüten.

Ich wünsche Euch nun viel Spaß beim Sammeln und vergesst nicht…. Bedankt Euch bei der Pflanze und Mutter Erde für dieses wunderbare Geschenk.

Eure Astrid Kleine Farm

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